In den Ausgaben am 06.04. und 07.04.2022 der Brauschweiger Zeitung gab es interessante Beiträge zum Thema Betreuung von ukrainischen Flüchtlingen in unseren Kindertagesstätten zu finden. Tatsächlich hatte die Anfrage der Braunschweiger Zeitung mein allgemeiner Vertreter Kai-Stepan Schulz und nicht ich beantwortet. Trotzdem schreiben die Zeitungen stets von einem Beitrag von „Gero Janze“. Unglücklich bin ich darüber nicht, denn der Beitrag bzw. die Aussagen von Herrn Schulz treffen den Nagel auf den Kopf. Aktuell schaffen wir es nicht, alle Anträge auf eine Krippenbetreuung positiv zu bescheiden. Auch im Kindergartenbereich kneift es. Jetzt kommen zahlreiche ukrainische Flüchtlinge in unsere Samtgemeinde. Natürlich habe auch die geflüchteten Familien Kinder, die betreut werden müssen bzw. wollen. Aber sollen diese Kinder bevorzugt gegenüber anderen Kindern in unserer Einrichtung aufgenommen werden?

Frau Rosenthal aus Braunschweig ist der Auffassung, dass diese Kinder unbedingt bevorzugt betreut werden müssen (siehe Leserbrief). Ich sage ganz klar: Nein! Hier müssen die Kinder, die seit längerem auf der Warteliste stehen, auch gem. dieser Liste bzw. den üblichen Vergabekriterien einen Platz erhalten. Viele Eltern sind auf einen Betreuungsplatz unbedingt angewiesen. Es ist kaum vermittelbar, dass Eltern, die lange auf einen Betreuungsplatz warten, dann am Ende nicht arbeiten gehen können, weil (ukrainische) Flüchtlinge den Platz belegen. Insbesondere dann, wenn die Eltern der geflüchteten Kinder so oder so zu Hause sind bzw. bleiben müssen.

Letztlich hilft nur eines: Ausbau der Betreuungsplätze. Und hier sind wir in der Samtgemeinde auf einem sehr guten Wege. In Mariental werden zwei zusätzliche Gruppen entstehen. Ich bin daher zuversichtlich, dass bald alle Kinder betreut werden können!

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 07.04.2022

 

Braunschweiger Zeitung vom 06.04.2022