von Gero Janze

Ich hatte stets vor dieser Entscheidung gewarnt und bleibe bei meiner Einschätzung: Mit diesem Beschluss wird es in Grasleben keine Chance mehr auf eine Umgehungsstraße (in den nächsten 10 Jahren) geben. Das ist sehr bitter, da man doch seit Jahren genau dafür kämpft. Was mich besonders betrüblich stimmt: Bis heute gibt es keinerlei Ideen, wie denn die nun favorisierte Südumgehung umgesetzt werden soll. Es ist absolut unbestritten, dass die sogenannte Südumgehung die größtmögliche Entlastung für Grasleben und weitere Orte in Sachsen-Anhalt bringen würde. Doch wie soll das gehen? Was es gibt, sind Fingerzeige auf das Land. Man sei der Auffassung das Land müsse tätig werden und bauen. Das Land wiederum sagt, man baue keine Entlastungsstraßen. Wie soll nun dieses Problem aufgelöst werden?

Ich prognostiziere: Gar nicht! Wie auch? Alle entscheidenden Akteure haben stets betont, dass die sogenannte Südumgehung keine Chance auf Realisierung hat. Zuletzt sogar das zuständige Ministerium in Sachsen-Anhalt.

Das Schlimme ist: Den Menschen wird vermittelt, dass man nur fest genug an etwas glauben muss, dann geht es in Erfüllung. Das klappt zwar in Kinderbüchern, aber nicht in der Realität. Ich hoffe, dass ich eines Besseren belehrt werde – halte es aber für faktisch unmöglich. Nun ist die Mehrheitsgruppe aus Freien Wählerbündnis für Grasleben, SPD und Bürgerliste am Zug. Wie also soll es angegangen werden? Bis jetzt wurde der Beschluss aufgehoben und mit dem Finger auf andere gezeigt. Man erwarte, dass andere die Straße für die Gemeinde Grasleben bauen werden. Doch wie soll es nun weitergehen? Haben die vielen Gespräche mit den beteiligten Akteuren schon zu etwas geführt? Wurden die Hausaufgaben gemacht, wie Hans-Werner Kraul, Bürgermeister der Stadt Oebisfelde-Weferlingen in einem Artikel zitiert wird? Mir ist dazu nichts bekannt.

Stellungnahme der Zukunftsgruppe Mariental oder des AFD Kreisverbandes Helmstedt zu den Vorteilen der Südumgehung sind ohne Zweifel lesenswert. Ich lese sie sogar gerne und vieles ist auch völlig richtig. Bemerkenswert auch hier die Hinweise der Autoren zu den Fehlern der beteiligten Akteure. Zuweilen zu Recht, zuweilen einfach völlig verdreht. Aber sei es drum: Was auch hier fehlt: Eine eigene Idee zur Umsetzung der favorisierten Variante.

Daher nochmals die Frage: Wie ist nun der Vorschlag der Mehrheitsgruppe mit den FWfG im Rat der Gemeinde Grasleben, der Zukunftsgruppe Mariental und der AFD Helmstedt zur Realisierung der Südumgehung? Gibt es nun endlich einen eigenen Vorschlag wie die Südumgehung Realität werden soll? Den Status, dass die Südumgehung auf dem Papier die beste Variante darstellt, haben wir nun hinter uns gelassen…

Zum Abschluss eine weitere Einschätzung von mir: In wenigen Wochen werden wir nicht weiter sein. Sicher wird nur sein, dass an dieser Entwicklung des Stillstandes um die Südumgehung das Land, der Landkreis oder die Samtgemeindeverwaltung schuld sein werden… Garantiert nicht die lokalen Entscheidungsträger, diese haben „alles Menschenmögliche“ getan….

Ich hoffe, ich irre mich im Sinne der Menschen.

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